Die Predigt ist das Kernstück des evangelischen Gottesdienstes. Im Folgenden habe ich mir daher einige Gedanken zum Thema Predigen gemacht. Die Liste ist natürlich nicht abschließend und bestimmt kommen in späteren Posts neue Punkte hinzu. Die 10 Punkte sind eher Beobachtungen von mir, wie gute eine Predigt beschrieben werden kann. 

1. Erzähl mir von Jesus. Ich will in jeder Predigt von seinem Leben und seinem Werk hören.  

Jesus ist der Grund warum wir hier sind. Er hat die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden ins Leben gerufen. Er ist damit zugleich Anker- und Zielpunkt einer jeden Predigt. Ohne ihn kann es keine christliche Predigt geben.

2. Bringe in jeder Predigt das Evangelium. Lass dein Denken und Handeln ganz von Jesus bewegt sein.

Die befreiende Botschaft des Evangeliums ist der Inhalt jeder christlichen Verkündigung. Lassen wir die Rede von Sünde und Gnade außen vor, sind wir nichts anderes als Selbsthilferedner. Nur durch das Evangelium wird deutlich, dass wir uns nicht selbst helfen können, sondern Jesus uns zur Seite steht. 

3. Erzähl mir von dir. Ich will wissen, wie du dich zu dem Gesagten verhältst. Ich will von deinen Fehlern und Erfolgen hören. 

Der Pastor einer Gemeinde ist mehr als ein bloßer Redner. Er ist ein Mensch in der Gemeindeleitung. Jemand, der bekannt ist. Jemand, dessen Beispiel etwas bedeutet. Jemand, der in seinem Handeln und Reden auf Christus weist (1Kor 11,1). Fehler und Zweifel sind daher genauso wichtig, wie Erfolg und Segen.

4. Erzähl mir von mir selbst. Bringe Beispiele zum menschlichen Verhalten, in denen ich mich wiederfinden kann. 

Jeden Menschen treibt die Frage nach seiner Identität herum. Wer kann ich in dieser Welt sein? Wie kann ich ich selbst sein? Wie sieht Gott mich? Eine auf Jesus zentrierte und vom Evangelium getriebene Predigt wird immer zugleich Aussagen über den Menschen machen. Sie hilft dem Menschen sich im Licht der biblischen Botschaft zu begreifen und von dort aus Schlüsse zu ziehen. Damit das funktioniert, müssen die Beispiele Nischen bieten, in denen der Hörer sich wiederfinden kann.

5. Sei witzig. Wenn ich einen langweiligen Vortrag hören will, kann ich auch in Schule oder Uni bleiben.

Gottesdienst ist kein trauriges Geschehen. Wir loben Gott für seine Taten, wir feiern unsere Annahme bei ihm. Das darf man ruhig sehen. 

Der zweite Teil der Liste mit den Punkten 6-10 folgt später.

 

Ein Kommentar zu „10 Gedanken zur Predigt (Teil 1)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s