Mit The Good King erscheint der zweite große Release des Mars Hill Music Labels der Mars Hill Church. Mit insgesamt elf Tracks legt die Worshipband Ghost Ship aus Seattle eine Sammlung von Songs vor, die vor allem Eines will: Jesus ins Zentrum rücken. Und das gelingt den sechs Jungs und dem Mädel hervorragend.

Der Opener Mediator gibt mit Worten aus 1Tim 2,5f die Marschrichtung des Albums vor:

„Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst hingegeben hat für alle zur Erlösung […]“

Ganz deutlich wird hier unsere Verfallenheit an die Sünde thematisiert und die Notwendigkeit des Eingreifen Gottes. Theologisch bildet dies den Rahmen für das komplette Album: Jeder Track verdeutlicht auf eigene Art das Sündersein des Menschen und Christi sühnendes Werk am Kreuz.

Dazwischen kommt es immer wieder zu Stilbrüchen, wie man sie auf einem Worship-Album nicht zwingend erwartet. So legt Lion Man mit verzerrten Gitarren, dröhnenden Riffs und einem schreienden Cam Huxford los, dessen Gesang die ganze Schwere des Zornes deutlich macht, der auf Jesus überging, als er für uns am Kreuz starb.

Ein eher ruhiges – und meiner Meinung nach eines der besten – Stücke des Albums ist Jude Doxology, also eine Vertonung der letzten Verse des Judasbriefs. Mit einer Vielzahl an Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament werden wir erinnert, was Jesus für uns getan hat. Gerade dieses Erinnern ist es, das uns immer wieder zur Erkenntnis des Handeln Gottes in unserem Leben anstoßen soll – gerade in einer gebrochenen Welt.

Das theologisch dichteste Stück ist wohl The Gospel. In knapp dreieinhalb Minuten werden hier Inhalt und Bedeutung des Evangeliums expliziert:

„Christ died for our sins, left death in his grave. He rose to life again, by this we are saved.“

Kompakt und treffend!

Nachdenklichere Töne stimmt Where were you an. Anhand von Hiob 38,4ff schwingt man sich in lyrische Höhen auf und erinnert an eine der schönsten und zugleich Erfurcht erregendsten Passagen im Buch Hiob. Der nach dem Sinn des Leids fragende Hörer wird wie Hiob durch Gott erinnert, dass er nicht alles in seiner Umwelt verstehen kann, dass Gott aber souverän über die Welt herrscht und einen Plan hat.

Zum Abschluss liefert die Truppe einen Klassiker von 1855 mit Namen What a friend we have in Jesus. Nach einem melodischen Gitarrenintro entwickelt sich das Ganze ziemlich schnell zu einem Kracher a la Mumford and Sons, so dass der Fuß am Ende der Platte noch einmal ganz automatisch drauf los stampft.

Fazit

Ghost Ship zeigen, wie moderne, aber dennoch biblische Worshipmusik funktioniert. Die Texte sind voll von biblischen Zitaten, die Melodien wunderschön und das Ganze ist auch noch up-to-date produziert. Ein Album, das den Hörer immer wieder zu Christus zurück führt und ihn daran erinnert, dass er auf Gottes vergebende Liebe angewiesen ist.

Nach Citizens mit ihrem gleichnamigen Album ist The Good King somit der zweite Erfolg für das Label aus Seattle. Da kann man nur hoffen, dass das Ganze so weiter geht!

Für alle, die Ghost Ship noch nicht kennen, hier das erste Video zu Mediator:

Ghost Ship – The Good King ist seit dem 11. Juni 2013 erhältlich.

iTunes

Mehr Infos zur Band, Akkorde und Videos gibt es hier:

http://marshill.com/music/artists/ghost-ship

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