Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Geschenke, des Stollens, des großen Weihnachtsessens. Dann kommen natürlich noch Weihnachtsmann, Christkind und Santa Claus. Kinderaugen strahlen, Familien kommen zusammen, dazu kommt der eine oder andere Familienzwist. Zwischendurch gehen manche in die Kirche.

Manche nennen diese Menschen U-Boot-Christen. Das ganze Jahr sind sie nicht zu sehen und an Weihnachten tauchen sie wieder auf. Manchmal auch an Ostern. Weil es ja irgendwie dazu gehört. Aber was sollen sie dort hören?

Man könnte an diesem Abend im Gottesdienst einfach bloß die Weihnachtsgeschichte erzählen. Darum geht es immerhin an Weihnachten. Gott wird Mensch in der Krippe. Man würde die Geschichte nacherzählen, den Zuhörern die Schwere des Weges und die Not des Paares nahe bringen. Die Hürden auf dem Weg zur Krippe. Am Ende stehen alle voller Freude um das Jesusbaby und der Gottesdienst endet mit dem wohligen Gefühl, dass da vor zweitausend Jahren ein guter Mensch geboren wurde.

Man kann die Weihnachtspredigt aber auch nutzen, um das ganze Evangelium zu predigen. Man sollte es sogar. Keine Krippe ohne Kreuz. Der Weg führt von Bethlehem nach Golgatha.

So mancher in den Bänken hört diese Botschaft vielleicht zum ersten Mal. Oder zum ersten Mal nach langer Zeit. Gerade weil der Kirchenbesuch an Weihnachten für viele zur Tradition gehört, ist dies der richtige Tag, das Evangelium im vollem Umfang zu verkünden. Dazu habe ich drei Stationen aufgestellt, die in einer Predigt an Weihnachten vorkommen sollten, damit nicht nur deutlich wird, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist, sondern auch warum es das Fest der Liebe ist.

Warum wurde Gott Mensch?

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Joh 3,16)

Die befreiende Botschaft, dass Gott in die Welt kommt, um den Menschen zu sich zu rufen und zu retten, sollte an Weihnachten zentral sein. Der Grund der Menschwerdung ist die Sünde des Menschen. Denn trotz seiner Sündhaftigkeit liebt Gott den Menschen so sehr, dass er sich selbst an die Position begibt, an die der Mensch gehört. Er stirbt den Tod, der mir zusteht. Am Kreuz nimmt Jesus meine Schuld auf sich und wird so zu meinem Fürsprecher bei Gott.

Gerade in einer Gesellschaft, die immer weniger in der Lage ist, etwas abzugeben und einmal zu zu geben, dass man zu etwas nicht in der Lage ist, verursacht eine solche Feststellung einen Bruch.

Wie antworte ich auf diese Tat?

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. (Röm 10,9)

Die Antwort des Menschen liegt in der Erkenntnis, dass Jesus Christus Herr über mein Leben ist. Ich bin nicht in der Lage, meine Erlösung zu verdienen. Ich kann nichts tun, um von mir aus zu Gott zu kommen. Nur wenn ich mich auf Jesus verlasse, bin ich angenommen. Er hat meine Rettung erwirkt. Ich erkenne sein Handeln für mich an und öffne mein Herz für die Liebe Gottes.

Was bedeutet das für mein Leben?

Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2Kor 5,17)

Ich erkenne an, dass ich ein Sünder bin. In Christus ist mir meine Rettung zugesagt. Ich öffne mich und lasse zu, dass Gott mein Leben bestimmt. Das alte Leben wird zur Vergangenheit. Wer Christus als Herrn anerkennt, ist von da an in Christus. Er gehört zu Christus.

Weihnachten ist von sich aus eine große Chance zur Evangelisation. Gott kommt in die Welt und will sich bekannt machen. In der Weihnachtspredigt sollte gerade diesem Rechnung getragen werden. Gott bekannt zu machen, ist daher Aufgabe der Weihnachtspredigt.

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