Der Autor

Kevin DeYoung ist Pastor der University Reformed Church in Michigan. Er ist profilierter Autor und Blogger und gehört zu den Gründungsmitglieder der Gospel Coalition. Taking God at His Word ist sein neustes Buch.

Das Buch

Mit Taking God at His Word verfolgt DeYoung ein einfaches und zugleich schwieriges Ziel. Der Untertitel gibt bereits an, worum es auf den knapp 130 Seiten geht: Warum die Bibel verständlich, notwendig und ausreichend ist und was das für dich und mich bedeutet.

Einfach ist zunächst sein Anliegen. DeYoung will keine erschöpfende Dogmatik schreiben, keine ausführliche Abhandlung, keine Apologie, sondern will zeigen, was die Bibel über sich selbst sagt.Taking-God-Word-3D-880x1024

„There is no better way to understand and come to embrace a biblical doctrine of Scripture than to open the cage and let Scripture out.“
(DeYoung, Taking God at His Word, 24f)

Schwierig hingegen ist der Weg. Gerade die letzten 150 Jahre stehen unter einem starken Einfluss der historisch-kritischen Methode und eben diese legt dem orthodoxen, evangelischen Glauben an die Autorität, Klarheit, Notwendigkeit und Genügsamkeit der Bibel Hindernisse in den Weg. Eben diese Punkte sind es, die DeYoung Kapitel für Kapitel abarbeitet. Er argumentiert hierbei auf Grundlage der Bibel und bleibt seinem Motto treu: Die Lehre über die Bibel wird aus der Bibel gezogen.

Interessant ist im Folgenden der Aufbau des Buches. DeYoung beginnt mit einem – wie er selbst sagt – Liebesgedicht, nämlich Psalm 119. Aus dem Psalm folgert er, was ein Christ in Bezug auf die Bibel glauben, fühlen und tun soll. Damit dreht DeYoung den eigentlichen Ablauf um: Er beginnt sein Buch mit dem Ergebnis.

„Think of this chapter as application and the remaining seven chapters of this book as the necessary building blocks so that the conclusions of Psalm 119 are warranted.“
(DeYoung, Taking God at His Word, 16)

Die folgenden Kapitel legen damit die Grundlage, aufgrund der der Leser zur Einstellung des Beters von Psalm 119 kommen soll.

Die Theologie

DeYoung widmet jedem der klassischen Attribute der Schrift ein Kapitel. Dazu kommt eines über Jesu Einstellung zur Schrift und eine Aufforderung bei der Bibel zu bleiben. In diesem Kapitel, dem letzten des Buchs – appelliert DeYoung an das, was in vielen Diskussionen über die Schrift schnell außer Acht gelassen wird: Alles, was wir über die Schrift in den letzten Kapiteln gelernt haben, ist eine Grundlage. Entscheidend ist es, an der Schrift festzuhalten. Festzuhalten, um so weiter im Glauben zu wachsen. Darauf läuft es hinaus.

Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
(2Tim 3,14-17)

 

Das Fazit

DeYoung bringt nichts wirklich neues. Und genau das ist sein Anliegen. Gute Theologie ist nicht neu, sondern kommt aus der Bibel. Und genau da setzt DeYoung an. Biblisch fundiert zeigt er, was Christen über die Bibel denken sollten. Denn: Was Jesus über die Bibel gedacht hat, kann ja so falsch nicht sein:

„The Lord Jesus, God’s Son and our Saviour, believed the Bible was the word of God down to the sentence, to the phrases, to the words, to the smallest letter, to the tiniest specks – and that nothing in all those specks and in all those books in his Holy Bible could ever be broken.“
(DeYoung, Taking God at His Word, 110)

DeYoung klärt zwei Punkte: Was die Lehre von der Schrift ist und warum sie von großer Wichtigkeit ist. Insgesamt also ein Buch, das zu empfehlen ist.

 

Ein Kommentar zu „Review: Kevin DeYoung – Taking God at His Word

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