Es war schon immer schwierig, alle Dinge geregelt zu bekommen. Ob es heute – in einer medialen Zeit – schwieriger als früher ist, ist eine Frage, deren Beantwortung die Zeit wohl nicht wert ist. Wer arbeitet, lässt sich meist auch ablenken. Das ist heute eben so, wie es früher war. Die Ablenkungen sind lediglich andere.

Hier habe ich fünf spezifische Dinge gesammelt, die mich leicht ablenken und um die ich mich kümmern muss, bevor ich effektiv arbeiten kann.

1. Weg mit der E-Mail

E-Mails sind in jeglicher Art und Weise ein fehlerhaftes System.

Ganz werden wir die Mails allerdings nicht los. Denn wir müssen 1.) weiterhin kommunizieren und brauchen 2.) selbst für jede Alternative zur E-Mail eine Mailadresse um uns anzumelden.

Es ist aber möglich, sein E-Mailverhalten zu überdenken. Zuerst sollten alle automatischen Benachrichtigungen abgeschaltet werden. Keine Meldungen mehr, wenn auf Twitter etwas passiert, keine Meldungen mehr, wenn neue Bilder auf Facebook hochgeladen werden. Außerdem müssen auch alle Newsletter und sonstige Mails weg, die man nicht unbedingt braucht.

Danach: Keine unnötigen Antworten mehr. Kein LOL für den Link zu dem lustigen Katzenvideo. Kein einzelner Grinsesmiley.

Und am wichtigsten: Von nun an werden die Mails nur noch zu bestimmten Zeitpunkten gecheckt. Zum Beispiel einmal morgens um alles abzuarbeiten, was seit gestern oder übers Wochenende reingekommen ist und einmal nach der Mittagspause für alle Nachrichten, die am selben Tag noch wichtig sein könnten. So verschwendet man nicht ständig Zeit damit, Mails zu checken und Spam zu sortieren. Für alle, die meinen, dass es unhöflich sei, nicht sofort auf eine Mail zu antworten: Der Postbote kommt auch bloß einmal am Tag.

2. Weg mit der Ablenkung

Ich bin in manchen Dingen ziemlich einfach gestrickt. Stell mir einen Computer mit Internetzugang hin und ich kann mich stundenlang ablenken. Selbst beim Schreiben geht es mir so. Wenn ich mich nicht konzentriere, tippen meine Finger ganz automatisch die Adressen meiner Lieblingsseiten in den Browser.

Was tue ich dagegen? Outsourcing meiner Selbstkontrolle! Der einfachste Weg ist ein kleines Add-on im Browser, das alle Seiten sperrt, auf denen ich sonst meine Zeit verschwende. Hier für nutze ich momentan WasteNoTime:

WasteNoTime is a Safari browser extension which is designed to block those time-wasting sites that can suck the life out of your day. All you need to do is to specify which sites to block and when to block them.

Natürlich kann man die Sperre auch umgehen, aber oft reicht schon die Erinnerung, dass ich gerade arbeiten sollte, um mich wieder an den Schreibtisch zu bekommen. (Apropos Schreibtisch: Dass der abgesehen von Arbeitsmaterial komplett leer sein sollte, muss ich ja wohl nicht erwähnen 😉 )

3. Weg mit dem Handy

Wahrscheinlich wird keiner von uns sein Handy ganz los werden. Müssen wir auch nicht. Aber es ist hilfreich, sich darüber Gedanken zu machen, wann ich vollständig präsent sein will. Denn das Handy reißt mich immer wieder aus dem Moment, in dem ich mich gerade befinde, um mich in eine andere Welt zu ziehen. Wenn ich arbeite, ist das Handy stummgeschaltet. Wichtige Anrufe und SMS kann ich auch in der Pause regeln. Während meiner Zeit mit Gott am Morgen ist es ebenfalls aus. Ich kann nicht zu hundert Prozent bei einer Sache sein, wenn ich jeden Moment von außen aus eben diesem Moment gerissen werden kann.

4. Weg mit dem Multitasking

Es tut mir Leid, aber die Sache mit dem Multitasking ist eine Lüge. Egal ob Mann oder Frau. Was wir Multitasking nennen, ist lediglich ein Wechseln zwischen verschiedenen Aufgaben. Gleichzeitig machen wir davon nichts. Multitasking bedeutet nämlich nicht, dass ich mehrere Dinge gleichzeitig mache, sondern dass ich mehrere Dinge nur halb mache. Wer seine Energie und Aufmerksamkeit auf zwei oder drei Dinge zugleich aufteilen will, wird am Ende unzufrieden sein.

5. Weg mit dem Krampf

Trotz allem kann es passieren, dass ich ohne Handy an einem leeren Schreibtisch sitze und mir nichts einfällt. Dann es ist es am Besten, den Kopf frei zu bekommen und etwas ganz anderes zu tun. Einfach mal vor die Tür gehen und Gottes Schöpfung auf sich wirken lassen. Manchmal ist das genau der Anstoß, den meine eigene Kreativität braucht.

yl fünf Dinge effektives arbeiten

Photo: Markus Spiske / www.temporausch.com

Ein Kommentar zu „5 Dinge, die effektivem Arbeiten im Weg stehen

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