Eine Dienstleisterin, die keine sein sollte

Heute treffen in der Kirche zwei Formen aufeinander. Auf der einen Seite sind die Gemeindechristen. Sie wollen Gemeindeleben, Seelsorge erfahren, Gottesdienste feiern, Gemeinde aufbauen, Menschen einladen und ihnen Jesus nahe bringen. Auf der anderen Seite sind die Dienstleistungen. Immer mehr Menschen sind einfach so Mitglied einer Gemeinde, weil es irgendwann einmal nützlich sein könnte. Ich bin Mitglied in mehreren Vereinen und Clubs, warum nicht auch in der Kirche? Kirchenmitgliedschaft – gerade in der Landeskirche – kann dann schnell zu einer Art Versicherung werden. Wer weiß, wann ich die Kirche einmal brauchen werde. Oder wie ich es letztens so schön gehört habe: Männer sollten erst nach der Hochzeit austreten, am Ende will die Frau noch in Weiß heiraten.

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Die Kunst des Nein

Hast du manchmal Probleme Nein zu sagen? Ich schon. Tief drinnen bin ich einer, der gefallen will. Ich hasse es, Menschen zu enttäuschen.

In letzter Zeit habe ich gerade im Zusammenhang mit Gemeindearbeit immer wieder darüber nachgedacht, wann und vor allem warum man zu Dingen nein sagen muss. Ich gehe daher einfach mal davon aus, dass es nicht nur für mich wichtig ist, zu verstehen, warum wir nein sagen müssen, sondern auch für dich. Ganz egal, ob du in einer Gemeinde arbeitest oder nicht. Immerhin erleben wir alle oft das Phänomen, das man gerne als FOMO (fear of missing out) bezeichnet. Die Angst, etwas zu verpassen, wenn man nicht schnell ja sagt.

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Sag mal, hast du Visionen?

Jede Gemeinde braucht jemanden mit einer Vision. Und ich meine damit nicht unbedingt die Art von Visionen, wie die Propheten sie hatten. Ich meine keine Träume voller Feuer und Schwertern, Obstkörben und Pendeln. Wenn ich hier von einer Vision rede, meine ich den Weg, auf dem sich die Gemeinde weiterentwickeln soll. Eine Gemeinde, die sich nicht nach vorne bewegt, die nicht ein Abbild des wandernden Gottesvolkes ist, wird über kurz oder lang einschlafen.

In jeder Gemeinde sollte es daher jemanden geben, der sich genau über diese Frage Gedanken macht. Jemand, der nicht nur die nächsten Sonntage im Blick hat, sondern den Weg für die Zukunft der Gemeinde erahnt.

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5 Gründe, warum Pastoren bloggen sollten

Welchen Einfluss haben 800 Worte pro Woche auf unsere Gesellschaft? Und welche Wirkung haben sie auf unsere Gemeinden und uns selbst? Was kann es für Vorteile haben, wenn ich mir die Zeit nehme und neben den Arbeiten, die ein Pastorat mit sich bringt auch noch einen Blog starte? Hier habe ich fünf Gedanken gesammelt, warum ich der Meinung bin, dass Pastoren sich gerade dafür die Zeit nehmen sollten.  „5 Gründe, warum Pastoren bloggen sollten“ weiterlesen

10 Gedanken zur Predigt (Teil 2)

Hier ist der zweite Teil der Liste. Die Punkte 1-5 gab es vor einiger Zeit hier.

[Einleitung von Teil 1] Die Predigt ist das Kernstück des evangelischen Gottesdienstes. Im Folgenden habe ich mir daher einige Gedanken zum Thema Predigen gemacht. Die Liste ist natürlich nicht abschließend und bestimmt kommen in späteren Posts neue Punkte hinzu. Die 10 Punkte sind eher Beobachtungen von mir, wie gute eine Predigt beschrieben werden kann.

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Die evangelistische Chance von Weihnachten

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Geschenke, des Stollens, des großen Weihnachtsessens. Dann kommen natürlich noch Weihnachtsmann, Christkind und Santa Claus. Kinderaugen strahlen, Familien kommen zusammen, dazu kommt der eine oder andere Familienzwist. Zwischendurch gehen manche in die Kirche.

Manche nennen diese Menschen U-Boot-Christen. Das ganze Jahr sind sie nicht zu sehen und an Weihnachten tauchen sie wieder auf. Manchmal auch an Ostern. Weil es ja irgendwie dazu gehört. Aber was sollen sie dort hören?

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