Warum die Typografie der Bibel von Bedeutung ist

Heute ist ein schöner Tag für Bibelnerds.

Mark Ward Jr. hat vor einigen Wochen einen Vortrag zum Thema Warum die Typografie der Bibel von Bedeutung ist gehalten. Und der Vortrag ist deutlich witziger als der Titel vermuten lässt.

Aber ehrlich: Ward zeigt auf gute Art und Weise, wie Design, Druck und Einteilung des Textes unser Lesen und Verstehen beeinflussen können.

 

Wie lest ihr am liebsten? Einzeln abgesetzte Verse? Klassisch in Absätzen? Lesebibel ohne Verseinteilung? Einspaltig? Zweispaltig?

Tanz.

Jesus war ein Geschichtenerzähler. Einmal wurde er gefragt, wie Gott eigentlich ist. Als Antwort hat er keine theologische Abhandlung mit neunzehn Punkten geliefert. Er hat eine Liebesgeschichte erzählt.

Die Geschichte ist so beeindruckend, dass Rembrandt gleich mehrere Bilder dazu malen musste und die Rolling Stones und Iron Maiden dazu ein Lied aufgenommen haben.

Jesus erzählt uns in einer der bekanntesten Geschichten der Bibel von einem Vater und seinen zwei Söhnen. Der eine Sohn ist älter und ordentlich. Der andere jünger und leidenschaftlich. Der Jüngere lässt sich sein Erbe auszahlen, geht von zu Hause fort, verprasst das Geld im Rekordtempo für Koks und Nutten, wird Schweinehirte und kommt nach Hause zurück gekrochen. Der Vater schließt ihn in die Arme, vergibt ihm und der ältere Bruder versteht die Welt nicht mehr.

Der Sohn bekommt neue Kleidung, Schmuck, Schuhe, ein Fest wird gefeiert. Kaum eine Stunde vergeht und der Sohn steht auf der Tanzfläche.

Und es wird getanzt.

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Noah & Ich

Als vor einem Jahr Noah von Darren Aronofsky in die Kinos kam, habe ich eine kleine Zusammenfassung der damaligen Diskussion geschrieben. Der Witz ist: ich habe den Film gar nicht geguckt. Warum? Ganz einfach. Ich habe von allen Seiten gehört, wie wenig sich der Film an der Bibel orientiert. Wie viel ausgeschmückt ist und dass die Message dann doch irgendwie auf eine Umweltschutzpredigt hinaus läuft. Das war mir dann doch keine acht Euro wert. „Noah & Ich“ weiterlesen

Weniger Stereotypen, bitte.

Denke ich an einen Pastor, habe ich recht schnell ein Bild vor Augen. Schwarz angezogen und ernst. Eine gewisse klerikale Schwere. Dass das Bild nicht immer stimmt, weiß ich selbst. Aber es ist eine Art von Stereotype, die ich nun einmal in Gedanken sehe.

Denke ich an eine Kirche, sehe ich auch recht schnell ein Bild. Ein großes Gebäude, romanischer oder gotischer Stil. Orgel und Stille. Auch das stimmt nicht immer.

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5 Dinge, die effektivem Arbeiten im Weg stehen

Es war schon immer schwierig, alle Dinge geregelt zu bekommen. Ob es heute – in einer medialen Zeit – schwieriger als früher ist, ist eine Frage, deren Beantwortung die Zeit wohl nicht wert ist. Wer arbeitet, lässt sich meist auch ablenken. Das ist heute eben so, wie es früher war. Die Ablenkungen sind lediglich andere.

Hier habe ich fünf spezifische Dinge gesammelt, die mich leicht ablenken und um die ich mich kümmern muss, bevor ich effektiv arbeiten kann.

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Du bist nicht ok. (Und das ist ok.)

Ich möchte Menschen gefallen. Ich möchte, dass Menschen mit mögen. Ich möchte, dass Menschen Gutes über mich denken.

Ich verwende viel Energie darauf, darüber nachzudenken, was andere wohl gerade über mich denken. Ich denke darüber nach, wie ich bei anderen ankomme. An manchen Tagen bin ich regelrecht davon abhängig, was andere über mich denken. Und dann rede ich mir selber ein, dass ich eigentlich ein ganz guter Typ bin. Und manchmal glaube ich mir sogar.

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