4 Dinge, für die Jesus nicht gestorben ist

1. Jesus ist nicht gestorben, damit wir seine Gnade ausnutzen können.

Gnade ist niemals verdient. Wir haben nichts getan, um sie zu erlangen, sie gehört uns nicht und wir sollten sie nicht ausnutzen. Denn obwohl Gottes Gnade bedingungslos und unerschöpflich ist, kommt sie keinem Freibrief gleich. Wir können nicht offenen Auges ins Verderben rennen mit der Ausrede, dass der gnädige Gott uns schon wieder vergeben wird. Muss er ja schließlich.

Das bedeutet nicht, dass wir perfekt sein müssen. Es bedeutet, zu erkennen, was am Kreuz geschehen ist.

Denn in Christus ist Gottes Gnade sichtbar geworden – die Gnade, die allen Menschen Rettung bringt. Sie erzieht uns dazu, uns von aller Gottlosigkeit und von den Begierden dieser Welt abzuwenden und, solange wir noch hier auf der Erde sind, verantwortungsbewusst zu handeln, uns nach Gottes Willen zu richten und so zu leben, dass Gott geehrt wird.

(Titus 2,11-12)

2. Jesus ist nicht gestorben, damit wir hassen können.

Egal was andere denken, egal was sie glauben, egal wie sie ihr Leben leben. Jesus ist nicht gestorben, damit wir irgendeinem Menschen mit Hass begegnen.

Wir müssen nicht mit jedem einer Meinung sein. Wir haben das Recht und auch die Pflicht unseren christlichen Standpunkt deutlich zu machen. Aber das tun wir immer in Liebe und nie mit Hass.

Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott!«, aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein Lügner. Denn wenn jemand die nicht liebt, die er sieht – seine Geschwister –, wie kann er da Gott lieben, den er nicht sieht?

(1Joh 4,20)

3. Jesus ist nicht gestorben, damit wir auf der Stelle stehen bleiben.

Unser Leben ist in ständiger Bewegung auf Gott hin. Wir lernen und lehren, wir wachsen im Glauben. Ein Leben im Stillstand ist kein christliches Leben. Das Gute daran: Als Christ muss ich den Weg nicht selbst laufen. Ich habe eine Gott, der mich zu sich zieht.

denn dazu hat er euch berufen. Auch Christus hat ja für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist –

(1Petr 2,21)

4. Jesus ist nicht gestorben, damit wir ein sorgenfreies Leben haben.

Das ist vielleicht einer der am häufigsten missverstandenen Punkte des Christentums. Jesus ist nicht gestorben, damit unser Leben wie am Schnürchen läuft. Ein christliches Leben ist nicht frei von Problemen, Schmerz und Frust. Was uns unterscheidet, ist der eine, der unsere Hoffnung ist. Wir wissen, dass in allem Schmerz und bei allen Hindernissen das Ende ein gutes sein wird. Wir gehen auf Gott zu und sind von seiner Hand getragen, die uns nie wieder loslassen wird, egal wie schwer die Stürme des Lebens werden.

»Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.

(Mt 11,28)

WWJD

Einer meiner Schüler trug heute eines dieser roten Armbänder mit dem Aufdruck W.W.J.D. – What would Jesus do? – Was würde Jesus tun? Die Armbänder, deren Ursprung in den christlichen Jugendgruppen der 1990er Jahre liegt, sind auch heute in manchen Kreisen relativ stark verbreitet. Man trägt sie am Handgelenk und wird so quasi nebenbei bei allen möglichen Handlungen des Tages auf die Frage hingewiesen: Was würde Jesus jetzt tun, wenn er in meiner Situation wäre?

„WWJD“ weiterlesen

A la carte (04.06.2014)

Hier sind ein paar der Artikel, die mich in der vergangenen Woche beschäftigt haben.

 

Real Transformation happen when?A debate has been raging in Reformed/Lutheran quarters about „sanctification“—our growth in holiness. Tullian Tchividjian of Liberate argues that the most important thing is „by grace you are saved.“ – Ein Beitrag zur Diskussion um Rechtfertigung und Heiligung, die gerade eine Renaissance erlebt.

Gauch kritisiert „grassierende Gleichgültigkeit“ – „Der Bundespräsident beklagt die „grassierende Gleichgültigkeit“ in Deutschland. Viel mehr als Pastor-Gauck-Sätze aber sind von ihm auf dem Katholikentag sonst nicht zu hören.“

The troubling Trends in America’s ‚Calvinist Revival‘„This brand of Calvinists are a force with which to reckon. But as with any movement, America’s Calvinist revival is a mixed bag. None can deny that many have come to faith as a result of these churches and leaders. The movement is rigorously theological, which is surely one of its greatest contributions.“  – Ein kritischer Blick auf eine der progressivsten und aktivsten Bewegung innerhalb der Kirche.

How human was Jesus? – „Faults, flaws, and mistakes are an unavoidable part of human life. But the Bible tells us that Jesus is fully man, yet without sin. What does it mean for Jesus to be both fully God and fully human?“

 

BlattBibel

Auf das Ziel ausgerichtet

Jedes Jahr nehmen Millionen von Menschen an einem Marathon teil. Eine große Gruppe startet an Punkt A und kommt 42,195 Kilometer später bei Punkt B ins Ziel. Jubel, Geschrei, Siegertreppchen. Das gilt natürlich nur, wenn man – ganz im Gegensatz zu mir – die Kondition dazu hat.

Paulus spricht auch von einem Wettlauf. Er meint damit jedoch keinen Wettbewerb und auch kein Sportereignis, sondern das christliche Leben.

„Auf das Ziel ausgerichtet“ weiterlesen