Eine Dienstleisterin, die keine sein sollte

Heute treffen in der Kirche zwei Formen aufeinander. Auf der einen Seite sind die Gemeindechristen. Sie wollen Gemeindeleben, Seelsorge erfahren, Gottesdienste feiern, Gemeinde aufbauen, Menschen einladen und ihnen Jesus nahe bringen. Auf der anderen Seite sind die Dienstleistungen. Immer mehr Menschen sind einfach so Mitglied einer Gemeinde, weil es irgendwann einmal nützlich sein könnte. Ich bin Mitglied in mehreren Vereinen und Clubs, warum nicht auch in der Kirche? Kirchenmitgliedschaft – gerade in der Landeskirche – kann dann schnell zu einer Art Versicherung werden. Wer weiß, wann ich die Kirche einmal brauchen werde. Oder wie ich es letztens so schön gehört habe: Männer sollten erst nach der Hochzeit austreten, am Ende will die Frau noch in Weiß heiraten.

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Der schweigende Gott

Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus; dann starb er.

(Mk 15,37)

An den Ostertagen gedenken wir des Sterbens Jesu Christi und feiern seine Auferstehung.

Die Evangelien beschreiben uns die Ereignisse der letzten Tage im Leben Jesu in reichen Details. Im Vergleich zu den übrigen Erzählungen aus dem Leben Jesu nimmt die Beschreibung der letzten Tage deutlich am meisten Raum ein. Was auch durchaus logisch ist, bedenkt man, dass Sterben und Auferstehung das Zentrum unseres Glaubens sind.

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Weniger Stereotypen, bitte.

Denke ich an einen Pastor, habe ich recht schnell ein Bild vor Augen. Schwarz angezogen und ernst. Eine gewisse klerikale Schwere. Dass das Bild nicht immer stimmt, weiß ich selbst. Aber es ist eine Art von Stereotype, die ich nun einmal in Gedanken sehe.

Denke ich an eine Kirche, sehe ich auch recht schnell ein Bild. Ein großes Gebäude, romanischer oder gotischer Stil. Orgel und Stille. Auch das stimmt nicht immer.

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A la carte (17.09.2014)

Hier sind einige Artikel, die mich in der letzten Woche beschäftigt haben.

 

The Rise and Fall of Mars Hill Church: „For years, Mars Hill founder Mark Driscoll’s style charmed many. He was dynamic and funny, with a potent mix of reverence for Jesus and irreverence for everything else. But behind the scenes, former church members said, Driscoll could be abusive and controlling.“ – Ein etwas längerer Artikel, der allerdings auf gute Weise die Geschichte von Mars Hill und die aktuellen Anschuldigungen zusammenfasst.

„Deutschland kann nicht alle Mühseligen und Beladenen auf der Welt aufnehmen“: Innenminister de Maizière über Armutsflüchtlinge, Asyl und Grenzkontrollen.

Rückkehr ohne Schwellenangst: „Am Ende begrüßt er das neue Mitglied und schenkt ihm eine Bibel. „Denn die gehört in jeden evangelischen Haushalt.““ – Wie organisieren die Kirchen den Wiedereintritt in Frankfurt?

Wach – und nicht naiv: „Toleranz ist dem Wandel unterworfen. Für Goethe war sie negativ besetzt, eher ein Ausdruck von Resignation. Er meinte, Toleranz sei blosse Duldung von etwas, das man nicht ändern könne. Toleranz in neuerem Verständnis meint anderes: Erweiterung des Horizontes, Selbsterziehung zur Universalität.“ – Ein Kommentar zum modernen Verständnis von Toleranz und den damit verbundenen Fragen zur Sicherheitslage.

[Wie immer gilt: Die Meinungen der Artikel sind nicht zwingend meine eigenen.]

SpurgeonEinladung